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Ablösung einer Anwendung zur Mittelbewirtschaftung

HGB-konforme Darstellung

Ausgangssituation:
Das übergeordnete Ziel bei der Abwicklung der Landwirtschaftsförderung in Hessen ist die Schaffung einer zukunftsfähigen Systemplattform zur Minimierung der Kosten und Risiken. Im Ergebnis ist die gesamte Landwirtschaftsförderung zur Förderperiode ab 2014 komplett über die SAP®-Systemplattform abzuwickeln. Die Umsetzung dieses Zielbildes als Gesamtprojekt erfolgte stufenweise in mehreren Teilprojekten.

In Rahmen der Ablösung der MBW erfolgte die Integration der Funktionalität für die Auszahlung und Verbuchung in die SAP-basierte Lösung FMV (Fördermittelverwaltung). Damit wurde die Anwendung MBW abgelöst sowie die Funktionalitäten in die Abläufe der SAP-Plattform integriert. Hier erfolgte auch die Anbindung an das hessische Landesreferenzmodell (Abbildung der Doppik im Landes-SAP) für die Programme der Landwirtschaftsförderung über die bereits bestehende SAP®-LRM-Schnittstelle, so dass die Integration des Haushalts in ein zentrales kamerales und doppisches System gewährleistet wurde.

Lösung:
Die vorhandenen SAP-Anwendungen mit der integrierten Fördermittelverwaltung sowie deren Funktionalitäten und Schnittstellen mussten funktional angepasst und in Teilen erweitert werden. Das Flächen-Antragssystem SEStERZ blieb dabei zunächst erhalten. Die geschäftsvorfallsbezogenen Buchungsinformationen werden von SEStERZ über eine Schnittstelle zukünftig an die SAP-Plattform und die darin integrierte Fördermittelverwaltung übergeben. Die weitere Verarbeitung und Ableitung der Informationen (bewilligungs- und kassenseitig) erfolgt analog der standardmäßig im SAP-System geführten Anträge.

Weitere Konsequenzen aus der Ablösung der MBW-Anwendung:

  • Die LRM-Anbindung kann aus dem SAP heraus erfolgen.
  • Eine Abbildung der Buchungsdaten im Umfeld SAP gewährleistet neben der kameralen Sicht auch die konsistente doppische Buchführung. 
  • Die zugrunde liegenden Prozesse und Organisationsstrukturen wurden durch das Projekt nicht tangiert. Lediglich auf der Ebene der Arbeitsanweisungen waren Änderungen durchzuführen.

Alle relevanten Geschäftsvorfälle aus Fremdsystemen werden über eine Schnittstelle in Form von XML-Dateien an das SAP-System übergeben. Die Verarbeitung dieser Dateien erfolgt über die Automatische Prozessablaufsteuerung (APA), welche auf Basis der übermittelten Informationen bestehende Anträge aktualisiert bzw. neu anlegt. Eine direkte Bearbeitung der Anträge durch Anwender innerhalb der SAP-Antragsverwaltung ist somit nicht möglich. Die einzelnen Geschäftsvorfälle können jedoch im SAP-System angezeigt werden.

Die Koordination unterschiedlicher Schnittstellen- und Verarbeitungsprozesse erfolgt über einen zentralen Prozessleitstand. Dieser stellt die vollständige und richtige Abarbeitung der unterschiedlichen Funktionen und Prozesse sicher. Zudem erfolgt eine Integration der umfangreichen SAP-Funktionalitäten, wie Zahlungsverkehr, Freigaben, Verbuchungs- und Transaktionssteuerung, etc.

Informationen

Ausgeübte Tätigkeiten:

  • Projektleitung
  • Ist-Analyse
  • Fach- und DV-Konzeption
  • Technische Realisierung
  • Fachliche Beratung
  • Schulungen
  • Test
  • Dokumentation

Technische Lösung:

  • SAP®
  • SEStERZ
  • XML
  • ABAP Workbench
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